QUOTE(Mulifreak @ May 2 2008, 03:55 PM)

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Nein.
Egal mit welcher der gängigen Tauschbörsen/P2P-Programme Du Dateien tauschst und welche Schutzmaßnahmen Du auch nutzt (IP-Filter usw.), es ist immer möglich Deine IP auf dich zurückzuverfolgen. Nicht nur in Deutschland.
Da muss ich widersprechen! Nimm einen vertrauenswürdigen VPN Anbieter und gut ist!
Das ist neben One-Click-Hostern die massentaugliche, anonyme Zukunft, wobei One-Click-Hoster vom Prinzip her auch irgendwie "VPN andersrum" sind: Eine Firma geht ins "Filesharing freundliche" Ausland und leitet den ganzen Traffic über ihre Server um, wobei OCH im Vergleich zu VPNs noch Speicherplatz stellen, um den Peers das ständige uploaden zu ersparen (wobei man dadurch allerdings an einen speziellen Laden gebunden ist, was zu einem Monopol führt, da man nicht zig Accounts bei Rapidshare, Megaupload ect. gleichzeitig finanzieren kann - da ist VPN wesentlich universeller - v.a. funktioniert es auch mit eMule

)
Von den ganzen anderen, P2P basierten Lösungen, halte ich I2P noch am brauchbarsten was die Anonymität angeht, da hier alle 10 Minuten die Routen zwischen den Peers gewechselt werden und vor allem die Up- und Downloadkanäle der Daten getrennt sind. So ist es z.B. sehr unwahrscheinlich, dass einem Teilnehmer eine Hausdurchsuchung blüht, weil man ihm vorwirft es bestehe die Möglichkeit, dass er die Daten gar nicht für andere (wie es in solchen Netzen üblich ist), sondern für sich selbst heruntergeladen habe. Wobei man auch hier immer noch Dinge wie Verantwortlichkeit für den eigenen DSL-Anschluss oder Mitstörerhaftung ect. hat.
Generell geht man bei diesen "Lösungen" meist so vor, dass die Entwickler sehr spezielle "Vorstellungen" bezüglich der geltenden Gesetze haben und basierend auf diesen Ideen wie man die Gesetze umschiffen könnte ihre Software stricken - dumm nur wenn die Richter es anders sehen!
Ich erinnere mich da an die TOR Community, die Aufschrie als die Betreiber einiger TOR-Server Besuch von der Kripo bekam, weil durch den TOR-Server über ihren Anschluss Kinderpornographie heruntergeladen wurde. "Wie können die nur! Die wussten doch, dass bei mir ein TOR-Server steht!"
Als ob man dadurch so eine Art Immunität erlangen würde, das die theoretische Möglichkeit besteht, dass man die Daten gar nicht für sich selbst, sondern im Auftrag Dritter geladen hat! "Achtung TOR-Server Betreiber - Polizisten müssen draußen bleiben!"